Der See des Teufels

Nach circa 14 Tagen am Cassien, waren wir zugegeben richtig fertig und freuten uns schon richtig an unserem zweiten See noch einmal für eine gute Woche 24 Stunden am Tag sitzen bleiben zu können und einfach zu entspannen. Wir machten also am Campingplatz einen Tag Pause um uns neu zu organisieren und begaben uns dann am nächsten Vormittag auf die Weiterreise in Richtung Südwesten.

Nachdem wir eine Runde über den, eher nur für Mountainbikes geeigneten Weg entlang der Nordseite des Sees fuhren, stellten wir fest, dass unsere favorisierten Stellen bereits besetzt waren. Nach einer kurzen „Krisensitzung“ fassten wir dann aber den Entschluss die Boote zu beladen und unser Glück für ein paar Nächte an einer großen, Bucht voll mit Kraut zu versuchen, dort war nur ein Camp am Eingang der Bucht, der störte uns nicht weiter. Nachdem ich beim Auslegen meiner ersten Rute schon zwei Karpfen im Kraut unweit von einem großen Krautloch, hatte ich ein richtig gutes Gefühl für die kommende Nacht. Diese verging aber ohne Aktion, um ca. 8:00 meldete sich die Rute, welche ich einige Meter vom Kraut abgelegt habe und ich konnte meinen ersten Fisch fangen.

Wir angelten für 4 Tage an diesem Platz und konnten jede Nacht zwischen einen und drei Karpfen fangen. Diese waren zwar eher klein, das störte uns aber nicht, wir genossen einfach die Zeit. Jeden Tag fingen wir Barsche und kleine Welse, die sich am Abend in die Krautfelder an unserem Ufer stellten mit unseren Spinnruten. Am Freitag wurde unser Platz allerdings zur Partymeile von Locals. Da wir unsere Ruhe haben wollten und nicht das Gefühl hatten, dass sich in der Bucht viele Fische aufhalten würden packten wir am nächsten morgen unsere sieben Sachen und machten uns auf den Weg.

Flying Rat Island

Eine große Insel viel uns sofort auf. Mein Kumpel musste zwar etwas Überzeugungsarbeit leisten aber ich willigte ein und wir setzten uns auf die Insel, welche wir später wegen der vielen Ratten „Flying Rat Island“ nannten. Von der aus konnten wir eine Totholzbereiche befischen. Dort war der Boden im Gegensatz zu anderen Teilen des Sees weich. Ich befütterte meine Spots auf ca. 10 Meter tiefe mit ca 5kg 24mm Coconillas und Tigernüssen, darauf legte ich 24mm Prolight Hookbaits in Kombination mit 14mm Flouro Pop Ups. Meine vierte Rute legte ich hinter ein steiles Plateau. Diese Rute sollte in den folgenden Nächten immer um 2:00 ablaufen. Es waren immer die klassischen Schuppis des Sees. In der zweiten Nacht jedoch konnte meine Kumpel Max einen richtigen Ausnahmefisch vor dem Totholz fangen.

Mit diesem Fisch hatten wir nun beide unsere Traumfische gefangen. Ich meine aus dem Cassien, Max seinen aus dem Salagou. Es war einfach eine Traumsession.

Für die letzte Nacht wollte ich mir aber doch noch Mühe geben – Ausser einem Wels waren meine Ruten beim Totholz aber ruhig. Ich fütterte also nochmal alle meine Tigernüsse und nochmal 5kg Boilies pro Rute. Ich ging mit Hoffnung in die letzte Nacht. Wir legten uns recht früh nieder, schließlich stand uns am nächsten Tag eine 14-Stündige Autofahrt bevor. Tatsächlich lief eine meiner Ruten beim Holz mit einem sehr langsamen Run ab. Endlich!! Ich ging schnell ins Boot, als ich draussen ankam trat aber der worst Case ein der Fisch fand einen Baum, den man untertags nicht sehen konnte. Jeder Versuch die Schnur um den Baum herum zu befreihen und den Fisch zu retten war aber vergeblich und ich verlor den Fisch. Super! Verlor ich auch noch einen zweiten Fisch in dieser Nacht. Nichts destotrotz war ich mit der Session mehr als zufrieden. Und wir traten die lange Heimreise an.

Grüße,

Max

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