Work – Life Balance – zwischen Büroalltag und Wasser

16 Uhr, den letzten beruflichen Termin erledigt, das Tackle längst geladen, raus ans Wasser. Es ist Montag, nicht Freitag, wohlgemerkt. Der Futterplatz ist mit reichlich Natural GLM und Complete Fish Murmeln geladen. Alles längst erledigt. Akribisch vorbereitet starte ich in die nächste, hoffentlich schlaflose Nacht, zwischen zwei Arbeitstagen.

So oder so ähnlich lässt sich meine Angelei am Hauswasser, einen öffentlichen Baggersee im wunderschönen Österreich, beschreiben.

Ich betreibe diese Art der Angelei nicht, weil es mein privates Umfeld oder die berufliche Tätigkeit am Wochenende nicht zuließe, keine Sorge, auch ich angle am Wochenende, sondern um dem brutalen Angeldruck am Wasser auszuweichen. Während am Wochenende der Angeldruck ins Unendliche steigt, bin ich unter der Woche oft alleine am See. Ein erheblicher Vorteil…

Zurück zum Wesentlichen.

Ich möchte auf eine ganz spezielle Nacht Mitte Juni eingehen. Mittlerweile herrschen Temperaturen jenseits der 35 Grad Marke. Brütende Hitze, Oberflächenwasser von mehr als 24 Grad, der Sommer hatte längst Einzug gehalten. Gegen 19 Uhr liegen die Ruten, 24mm Natural GLM Einzelsinker sollten den gewünschten Erfolg bringen.

Die letzten Badegäste verlassen den See, die letzten Sonnenstrahlen taten es ihnen gleich. Die Tage sind lange, gegen 22 Uhr wird es allmählich dunkel, die Temperaturen fallen um das eine oder andere Grad, sodass man zumindest halbwegs an ein wenig Schlaf denken konnte, doch Schlafenszeit ist Beißzeit. Es wurde gerade gemütlich auf der Liege, da läuft die rechte Rute ab. Im letzten Licht erkannte ich einen Spiegler, einen guten Spiegler. Gewogen, 24,6kg, Traumfisch.

Der Start war getan, Fisch versorgt, Rute neu abgelängt, frisch beködert, und raus damit. Das alles beansprucht Zeit. Schlafen war wohl nicht. Ich machte es mir wieder bequem, keine 20 Minuten später, der nächste Biss. Selbe Rute, guter Drill, eine wahre Schönheit. Ein Two –Tone Fully lag vor mir im Netz. Was für ein Fisch.


Nachdem der Fisch ordentlich versorgt wurde, begann das Prozedere des Auslegens wieder von vorne.

Es ist 06 Uhr morgens, mein Wecker läutet. Am liebsten hätte ich mein Handy in hohem Bogen ins Wasser geworfen. An Schlaf war nicht zu denken, maximal 2 Stunden hatte ich meine Augen geschlossen.

Nachdem wir die Fische abgelichtet hatten springe ich noch schnell in den See, eine Abkühlung ist dieser bei diesen Temperaturen jedoch nicht. Tackle ins Auto und ab ins Büro.

More to come…

In diesem Sinne, tight lines,
Philipp

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