Die richtige Futtertaktik?

Servus Marco,

auch heuer hat es mich mit meinen Spetzln eine Woche zum Fischen gedrückt. Wir fuhren für eine Woche nach Frankreich wie du ja wusstest! Denn 2 Tage vor dem Trip erreichten mich ja nochmals 25 Kilo feinste Coconilla Readymades, danke nochmals hier für die schnelle Abwicklung und die gratis Zugabe.

Im Gepäck hatte ich nun eine reichliche Menge an Baitlounge Boilies. Die Sorten Coconilla, Elementor und Protex begleiteten mich auf dieser Reise. Die Bedingungen waren leider nicht so optimal da die Temperaturen sehr heiß waren und sehr viel Wasser fehlte.

In der ersten Nacht konnte ich jedoch gleich einen schönen 12 kg Fisch auf einen Singlehookbait Elementor verhaften. Yes! dachte ich mir – Schneiderfrei, denn bei diesen Bedingungen sind schon so manche nach einer Woche blank heimgefahren. Mit neuer Euphorie fuhr ich am zweiten Tag die Ruten erneut raus und fütterte nur sparsam, allerdings schwiegen am zweiten Tag und Nacht die Bissanzeiger. Als ich am dritten Tag die Ruten komplett neu bestückte überlegte ich was ich wohl anders machen könnte. Meine Spezln die am zweiten Tag Fische verbuchen konnten fischten alle am Randbereich bei der tieferen Abbruchkante bis zu 4,5 Meter. Ich hingegen fischte alle meine Ruten im Freiwasser in Tiefen zwischen 1,8 und 3,2 Meter.

Mit dem Fernglas konnte ich beobachten das jeder am See sehr sparsam fütterte, da wohl jeder die Befürchtung hatte zu viel Futter wäre bei den tropischen Temperaturen nicht das Richtige. Da stellte sich mir die Frage, ob ich nicht doch mal etwas anderes probieren sollte, um eventuell doch noch Fische zu animieren. Also entschloss ich mich gegen die Meinungen meiner Kumpels das ich mal ordentlich Futter ins Wasser bringe, da ich eh kein Freund von wenig Futter oder der Fallenstellerei bin, verteilte gut 10 – 15 Kilo Protex und Coconilla Boilies auf einer Strecke von 150 – 200 Meter worauf ich meine Ruten legte. Durch das hochwertige Futter erhoffte ich mir das die Fische vielleicht doch noch anfangen würden zu fressen. Meine 3 Ruten fächerte ich großflächig auf dem Futterteppich.

In der Nacht sollte es sich tatsächlich auszahlen, um 02:00 riss mich mein Fox RX aus dem Schlaf und ich konnte einen fetten 22 Kilo Fisch verbuchen. Der Fisch biss auf einen Protex Prolight Hookbait mit einem kleinen Fluoro Pineapple Pop Up oben drauf. Erneut fuhr ich die Rute raus und fütterte ordentlich nach. Man kann es kaum glauben aber 3 Stunden später lief genau die gleiche Rute nochmals ab und wieder zeigte die Waage über 20 Kilo. Wahnsinn, ich war sprachlos! Zwei Fische über 20 Kilo, innerhalb kürzester Zeit bei diesen Bedingungen! Genau deshalb ist der Protex mein absoluter Lieblingsboilie, er fängt einfach immer!

In der Früh lief dann noch ein kleiner mit 14 Kilo auf die Elementor Rute. In der vierten Nacht lief wieder die Protex Rute ab und ich konnte erneut einen mit 21,5 Kilo verhaften. Am fünften Tag lief dann endlich auch mal die Coconilla Rute mit einem Fluoro Pop Up white ab und brachte den größten Fisch für mich mit 22,5 Kilo. Und auch die Elementor mit einem Pineapple Pop Up Rute meldet sich mal wieder einem Fisch über 20 Kilo. Insgesamt waren die sieben Nächte zu schnell vorbei. Ich konnte insgesamt acht Fische verbuchen. Davon hatten fünf Fische zwischen 20,5 und 22,5 Kilo, damit bin ich bei diesen Bedingungen wirklich mehr als zufrieden. Hochwertiges Futter kann die Fische auch bei schlechten Voraussetzungen zum fressen animieren, wie dieser Trip eindrucksvoll bestätigt hat.

Viele Grüße,

Timo Huber

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.